In der Gruppentherapie im 2. Modul geht es um die Bearbeitung der der Sucht zugrunde liegenden psychischen Mängel und Beeinträchtigungen. Elemente wie die Herkunft der KlientInnen, die frühkindliche Prägung der emotionalen Beziehungen, die soziale Einbindung und die familiären Verhältnisse werden untersucht, um die Symptomatik zu verstehen und dann auch Therapieziele gemeinsam erarbeiten zu können. Die KlientInnen haben die Möglichkeit, Störungen, Defizite und schädliche Beziehungsmuster in ihrer Biographie erkennen zu lernen, zu verstehen und nachfolgend zu kompensieren. Die biographisch-individuellen Problemstellungen werden mit Hilfe der Gruppenmitglieder behandelt. Durch die leitende Begleitung des Gruppentherapeuten schaffen die Gruppenmitglieder eine Therapiesituation, in der dem Einzelnen in der sozialen Eingebundenheit ein erweiterter Erfahrungs- und Handlungsraum zur Verfügung steht. Er kann seine aktuelle Ausdruckslage im Sinne seiner Selbstverwirklichung gemeinsam mit den anderen Gruppenmitgliedern neu formen und erleben. Das übergeordnete Therapieziel ist die Förderung möglichst großer Autonomie in der Lebensgestaltung.