Die therapeutische Gemeinschaft aller KlientInnen und des Teams hat die wichtige Funktion, Nähe, Vertrauen und Sicherheit zu vermitteln und gleichzeitig konfrontatives Korrektiv zu sein. Diese Konfrontation ist nur möglich auf Basis einer Atmosphäre, die Achtung, Wertschätzung und Angenommenwerden sicherstellt.
Die Rahmenbedingungen der Therapie sind so gestaltet, dass einerseits das Täuschen und Vermeiden konsequent problematisiert werden kann und dass andererseits möglichst viele Entscheidungsprozesse für unsere KlientInnen nachvollziehbar sind.
Therapie heißt nicht darauf hinzuarbeiten, kein Verlangen nach Drogen und keine Probleme mehr zu haben, sondern zu lernen, mit dem Verlangen fertig zu werden und die Probleme zu lösen. Den Zugang zu authentischen Gefühlen und Bedürfnissen freizulegen, sie differenziert wahrzunehmen und sozial angemessen mitteilen zu können, ist ein zentrales Anliegen der Psychotherapie am Erlenhof. Wir versuchen, unsere KlientInnen in der Gemeinschaft und mittels der unterschiedlichen Angebote zu befähigen, sich emotional zu öffnen und ihre Gefühle, Bedürfnisse und Fantasien in die Gruppe oder die therapeutische Beziehung einzubringen.